ImpressumWeiter...Jubiläum und DoppelkonzertBlasmusik unter dem Motto Highlifes zu den DirigentenepochenMit einem Doppelkonzert mit dem Patenverein Musikfreunde Wies beendete der Musikverein Feldberg das Jubiläumsjahr.Mathias Scheuermann, der 1. Vorsitzende konnte vor seinem Rückblick auf 90 Jahre Vereinsgeschichte eine überaus große Gästeschar begrüßen, die den festlich geschmückten Gemeindesaal fast aus den Fugen platzen lies. Er freute sich, dass es gelungen war, ein Doppelkonzert mit dem Verein aus Wies gestalten zu können, der vor 90 Jahren den Anstoß zur Gründung des heutigen Felberger Vereins gab, der evtl. sehr viel älter sein könnte, denn in einer Dorfchronik ist kurz erwähnt, dass sich bereits 1880 ein Musikverein in Feldberg auflöste.Für das Programm des 1. Teils hatten die Feldberger unter der Leitung des Dirigenten Zenon Ducki, tief im Notenschrank geblättert und prägende Stücke der jeweiligen Dirigenten nach der Wiedergründung für das Konzert vorbereitet.Mit verbindenden Worten und heiteren Episoden, dazu Bilder der jeweiligen Zeit, bezogen auf die Dirigenten, moderierten Sabine Back und Gert Willmann gekonnt unter Zuhilfenahme moderner Technik den Part.Beim Einstiegsstück „Festmarsch Nr.1“ von Dieter Herborg, erklangen die Fanfaren des kleinen Blechs, eingebunden in strenger Rhythmik. Grosse Beachtung fand die Ouvertüre „Bella Vita“ von Hans Hartwig, die mit sehr guter Dynamik vorgetragen wurde, was eine akribische Probenarbeit vermuten lies. Mit der Post im Walde, ein Solostück für Trompete, zeigte der Verein, dass man nicht nur das Stück sauber spielen kann, sondern dass hier mit Effekten noch mehr herauszuholen ist. Im freien Vortrag brachte der junge Trompeter und bereits 2. Vorstand Frank Steinger sein Können zum Ausdruck. Beginnend außerhalb der Halle, somit aus der Ferne, ertönten die rufenden Signaltöne. Immer näher kommend, bis mitten ins Publikum erklang das Stück mit subtiler Begleitung des Hauptorchesters. Der Beifall zeigte, dass hier die richtige Auswahl getroffen wurde.Mit „Musik liegt in der Luft“ wurden die 70 er Jahre vorgestellt. Das Medley von damaligen Hits und heutigen Evergreens, strahlte vor Spielfreude und der Dirigent hatte ein Leichtes seine Musikerinnen und Musiker bei wechselnden Rhythmen und Themen zu führen.Als 2. Solostück für Klarinette war der Wild Cat Blues aufgelegt, der unüblich von 2 Klarinetten vorgetragen wurde. Hier zeigten die Klarinettisten Gisela Lenz und Gert Willmann, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören und spielten es selbstsicher mit Elan in sehr ausgewogener Begleitung des Hauptorchesters, ein begeisternder Applaus war der Lohn.Mit der Notenspende und nächstem Stück die „Wermutstropfen“ eine Polka von Peter Schad, wurde auf die Verabschiedung der Klarinettistin und Ehrenmitglieds Iris Willmann übergeleitet. Der melancholische schöne Part zwischen Flöte und Tenorhorn war sauber herausgearbeitet und sehr anmutig vorgetragen.